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Ingo Löwenstrom

199 Fluggeräte und ihre Geschichten

Von der ersten Ballonfahrt bis in den Weltraum



Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der
Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im
Internet über dnb.dnb.de abrufbar.

© 2019 Ingo Löwenstrom
Illustration: Ingo Löwenstrom

Herstellung und Verlag:
BoD – Books on Demand,
Norderstedt
ISBN: 9-783749-450640


Es gibt eine Vielzahl von Büchern über Flugzeuge, Hubschrauber, andere Fluggeräte und
die Luftfahrt. Warum jetzt dieses Buch? Der Traum der Menschheit es den Vögeln gleich
zu tun, und sich durch die Luft zu bewegen, reicht zurück bis in die Antike. Im indischen
Epos Ramayana, entstanden zwischen dem 4. Jahrhundert v. Chr. und dem 2. Jahrhundert
n. Chr., ist von fliegenden göttlichen Streitwagen, den Vimana, zu lesen. Der römische
Dichter Publius Ovidius Naso berichtet über die griechische Sage von Dädalus und Ikarus.
Diese benutzten demnach selbst gebaute Schwingen aus mit Wachs verklebten Vogelfe-
dern. Vielleicht steckt in dieser griechischen Mythologie die Beschreibung eines uralten
Gleiters. Ein andalusischer Gelehrter namens Abbas Ibn Firnas soll 875 bei Córdoba ein
Gleitflug gelungen sein. Der erste Raketenstart ist aus dem Jahr 1232 überliefert. In der
Schlacht von Kaifeng setzten die Chinesen mit Schwarzpulver angetriebene Flugkörper
gegen die Mongolen ein. Bekannt sind die Konstruktionszeichnungen von Leonardo da
Vinci, geboren 1452, gestorben 1519. Zwar wäre keines dieses Geräte flugtauglich, aber
zumindest entwarf er neben Flugzeugen und Gleitern auch Hubschrauber.

Mir ist es ein Anliegen nicht nur technische oder historische Fakten zu publizieren,
sondern reale Geschichten zu erzählen. In diesem Buch geht es darum, analog dem von
mir bereits im selben Verlag veröffentlichten Buch „299 Schiffe und ihre Geschichten“, die
Geschichte der Luftfahrt anhand von 199 ausgewählten Fluggeräten darzustellen. Wie
meine Leser(innen) es gewohnt sind gibt es zu jedem Fluggerät ein Bild, eine Beschrei-
bung und eine Story. Manchmal ist es nur eine kleine Anekdote und manchmal würde es
den Rahmen dieses Buches sprengen, wenn man die ganze Geschichte ausführlich behan-
deln würde. Millionen von Menschen verloren beim Fliegen oder durch den Einsatz von
Fluggeräten ihr Leben. Auch ihrem Andenken ist dieses Buch gewidmet!

Wir starten im Jahr 1783 mit der Ballonfahrt. Diese alte Art der Fortbewegung in der Luft
hat bis heute nichts von seiner Faszination eingebüßt. 1891 folgt Otto Lilienthal den
Spuren von Abbas Ibn Firnas. Das heutige Gleitschirmfliegen hat mit dieser Art von Flug
zwar kaum noch etwas gemeinsam, jedoch folgen dem Gleitprinzip die Segelflugzeuge,
von denen einige in diesem Buch vorgestellt werden. Mit den simplen Raketen von 1232,
die die Pferde der Mongolen erschrecken sollten, haben die heutigen High-Technology-
Modelle nur noch das Rückstoßprinzip gemeinsam. Die Ingenieure des 20. und 21. Jahr-
hundert konstruieren Flugzeuge und Hubschrauber, die auch fliegen, im Gegensatz zu da
Vincis Modellen.

Die Daten und Angaben in diesem Buch sind auf dem Stand von 2017/2018. Auch wenn
der Großteil der Angaben noch lange gültig sein wird, mögen sich einige Werte (Rekord-
halter, Außerdienststellung, Modellvarianten und Ausstattung) im Laufe der Zeit ändern.

Folgen Sie mir auf literarische eine Reise an Bord von 199 exemplarisch ausgewählten
Fluggeräten von 1783 bis 2018 über Länder, Kontinente und in den Orbit. Auf unserer
Reise werden uns Piloten, Pioniere und Passagiere, Erfinder und Entwickler, Forscher
und Abenteurer uns von ihren Erlebnissen in der Luftfahrt berichten. Wir machen
Bekanntschaft mit Personen, in deren Leben eines der beschriebenen
Maschinen eine zentrale Rolle spielte.

Sankt Augustin, April 2019

Ingo Löwenstrom